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Lebenselixier Wasser

Wasser ist allgegenwertig! Über 71 Prozent der Erdoberfläche sind vom Wasser bedeckt. Wasser ist mit rund 1 384 100 000 Kubikkilometern der häufigste Naturstoff der Erdoberfläche. 97,5 Prozent fallen auf das Salzwasser der Weltmeere. Weniger als 1 Prozent verbleibt für Bodenfeuchte, Grundwasser, Seen, Flüsse, Atmosphäre und Lebewesen. Ein Wassermolekül verbleibt nach seiner Verdunstung durchschnittlich etwa 3000 Jahre im Ozean bevor es wieder abregnet. Rund 800 Liter fallen jährlich auf einen m2 in Deutschland. Wasser verschwindet nicht, sondern ist seit Urzeiten in allen möglichen Kreisläufen unterwegs. Weltweit transportieren die Flüsse 39.000 Kubikkilometer Wasser pro Jahr, das sind umgerechnet 127 Milliarden Liter pro Tag.


Auch für uns Menschen ist Wasser nach Sauerstoff das zweitwichtigste Molekül. Da der menschliche Körper zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser besteht, ist es enorm wichtig einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt zu haben. Frauen haben dabei einen geringeren Wasseranteil als Männer. Das hat mit der natürlichen Körperzusammensetzung zu tun, denn der größte Wasserspeicher im menschlichen Organismus ist die Muskelmasse.


Was passiert im Körper, wenn der Flüssigkeitshaushalt ein Defizit aufweist? Dieser Frage möchten wir in unserem aktuellen Gesundheitsblog nachgehen. Darüber hinaus haben wir Ihnen einige leckere Ideen vorbereitet, wie Sie Ihr Wasser für die kommenden warmen Sommerwochen gesund »auffrischen« können.


Zu allererst ist es wichtig, unserem Körper genügend Flüssigkeit im Laufe des Tages zuzuführen. Ohne Wasser gäbe es keine Pflanzen, kein Tier könnte überleben und es gäbe keinerlei feste Nahrung für uns Menschen. Gesundes natürliches Wasser transportiert Nährstoffe und Vitamine in unsere Zellen, versorgt sie mit Sauerstoff, reguliert die Körpertemperatur und leitet Giftstoffe aus. An fast allen Stoffwechselfunktionen sind somit Flüssigkeiten beteiligt. Ein Defizit von knapp 2 Prozent im Flüssigkeitshaushalt kann schon enorme Probleme verursachen.


Was passiert bei einem Flüssigkeitsmangel?
Wassermangel führt rasch zu schwerwiegenden Schäden. Die harnpflichtigen Substanzen können vom Organismus schon nach 2 bis 4 Tagen nicht mehr ausgeschieden werden. Wird zu wenig Wasser aufgenommen, können beispielsweise Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit sowie – besonders bei älteren Menschen – Verwirrtheit auftreten. Da sich der Flüssigkeitsmangel auch im Darm bemerkbar macht, ist Verstopfung eine weitere mögliche Auswirkung. Im schlimmsten Fall kommt es aufgrund von Wassermangel zu Kreislaufversagen. Der Bedarf ist beispielsweise bei körperlicher Anstrengung, beim Sport, bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen und bei Fieber, Erbrechen und Durchfall erhöht. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit muss auch mehr Wasser aufgenommen werden.

 Wasserverlust in % des Körpergewichts  Erkennbare Anzeichen
 ab 0,5 Durst
 ab 3 Durst, Gewichtsabnahme, verminderte Harnproduktion und Speichelsekretion, Mundtrockenheit 
 ab 5  erminderte Spannung der Haut, geschwollene Zunge, Schluckbeschwerden, beschleunigter Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, verdicktes Blut
ab 10  starke Einschränkung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Verwirrung, Muskelkrämpfe, Kreislaufkollaps

 Wichtig: Ohne Flüssigkeitsersatz -> Lebensgefahr!
(Quelle: Küpper, C. (2003): Ernährung älterer Menschen, zitiert in der Broschüre DGE-Praxiswissen (2012): Trinken im Alter)

Auch das so genannte 14-Uhr-Tief oder auch »Suppenkoma« kann auf einen Flüssigkeitsmangel zurückgeführt werden.

Wie decke ich meinen Flüssigkeitsbedarf?
Eine einheitliche Formel für den Flüssigkeitsbedarf gibt es nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt für Erwachsene einen Bedarf von 30 – 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem 75 Kilo schweren Mann wären es schon 2 - 3 Liter. Körperliche Bewegung (Alltag und Sport), hohe Außentemperaturen und andere individuelle Besonderheiten (zum Beispiel eine Schwangerschaft) können den Flüssigkeitsbedarf erhöhen.


Wasser ist für viele Menschen zu langweilig im Geschmack. Daher werden oft Softdrinks oder Saftschorlen getrunken. Auch Tee und Kaffee stehen bei vielen Menschen hoch im Kurs. Jegliche Arten können dem Flüssigkeitshaushalt hinzugerechnet werden. Auch Kaffee und schwarzer Tee. Lange galt die abführende Wirkung als Kontraindikator für die Flüssigkeitsbilanz. Wissenschaftler haben dies aber längst widerlegt. Den Flüssigkeitshaushalt sollten Sie nicht ausschließlich über Kaffee, Softdrinks oder Energy-Drinks decken. Neben den oftmals hohen zusätzlichen Kalorien sind Koffein und andere chemische Zutaten nicht das Maß aller Dinge bei der Getränkeauswahl. Bauen Sie lieber auf Wasser, Tee und verdünnte Fruchtsaftschorlen.


Beim Wasserkonsum kommen immer wieder dieselben Fragen auf:

  • Ist Leitungswasser oder Mineralwasser besser?
  • Sollte ich lieber stilles Wasser gegenüber Kohlensäurehaltiges bevorzugen?
  • Wie kann ich meine tägliche Trinkbilanz verbessern?


Aber alles der Reihe nach… 

Leitungswasser
Fangen wir mit dem Wasser aus dem Hahn an. Leitungswasser ist das in Deutschland am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Grund dafür ist die Trinkwasserverordnung. Sie gewährleistet, dass unser Trinkwasser keine Schadstoffgrenzwerte überschreitet. In ihr ist festgelegt, auf welche chemischen, biologischen und physikalischen Parameter das geförderte Grundwasser in regelmäßigen Abständen untersucht werden muss. Diese Untersuchungen machen die ortsansässigen Wasserversorger. Die Wasserwerke stehen dabei unter staatlicher Kontrolle.


Trotzdem gibt es hier einige Faktoren, die wir beachten müssen. Das Wasser ist grundsätzlich nur bis zu den eigenen Hausleitungen »sauber«. Wer in einem Altbau wohnt, sollte die Leitungen überprüfen und gegebenenfalls alte Bleileitungen austauschen. Auch die Belastungen durch Rost, Kalk, Nitrate oder Medikamentenrückstände machen es den Wasseraufbereitungsanlagen der Wasserwerke nicht einfach. Nichtsdestotrotz ist Leitungswasser als Getränk fürs Büro oder zu Hause eher unbedenklich.


Wenn Sie Sport treiben, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf Ihr Getränk legen. Gerade bei Extremsport oder langen Sporteinheiten ist es sinnvoll das Leitungswasser etwas aufzuwerten. Das reine Leitungswasser wäre nicht optimal, da einige Mineralien und Nährstoffe fehlen. Zu reichliches Trinken von reinem Leitungswasser bei hohen intensiven Belastungen provoziert eine Hyponatriämie (Elektrolytstörung, zu niedrige Natriumkonzentration im Blutserum), welche für die Gehirnfunktion bedrohlich werden kann. Bei mehrstündigen Hitzebelastungen treten diese Zustände der »Wasservergiftung« immer wieder gerade bei Marathon und Triathlon Veranstaltungen auf.

Leitungswasser kann aber mit einfachen Hilfsmitteln zu einem guten Sportgetränk optimiert werden. Wie das ausschaut, zeigen wir Ihnen am Ende des Blogs.

Mineralwasser
Jährlich werden in Deutschland 10 Milliarden Liter Mineralwasser getrunken, was einen Pro-KopfVerbrauch von 130 Liter entspricht.

Der Verbraucher kann zwischen rund 350 Mineralwässern, etwa 65 Heilwässern sowie mehreren Quell- und Tafelwässern aus insgesamt 1000 deutschen Quellen und Tiefbrunnen wählen. (Quelle: Uni-Tübingen)


Wasser darf man immer trinken, aber Vorsicht vor zu viel Kohlensäure: Diese übt einen leichten Dehnungsreiz auf den Magen aus - manche Sportler empfinden das als unangenehm. Vor und während des Trainings ist es ratsam kohlensäurearmes Wasser zu trinken. Dies ist für den Magen bekömmlicher. Seitenstiche und Schluckauf werden somit auch vermieden.


Beim gekauften Mineralwasser ist es sinnvoll auf den Mineralstoffgehalt zu schauen. Unterscheiden lassen sich Wässer mit »sehr geringem« Gehalt an Mineralien (< 50 mg/l), mit »geringem« und mit »hohem« Gehalt (> 1.500 mg/l). Die Angabe »Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung« weist auf besonders mineral- und schadstoffarmes Wasser hin. 

Besonderer Tipp: Wer es leid ist, immer die Flaschen oder Kisten zu tragen kann auch über einen so genannten Trinkwassersprudlern sich die Kohlensäure ins Leitungswasser sprudeln. Es gibt mittlerweile auch einige Anbieter von Wassertests für zu Hause. Die Labore testen die Trinkwasserqualität direkt bei Ihnen zu Hause aus dem Wasserhahn. Getestet wird, ob Ihr Wasser mit Schadstoffen belastet ist. Auch die örtlichen Wasserversorgen bieten teilweise diese Trinkwassertests an. Die Laborkosten betragen in der Regel etwa knapp 50,00 Euro.


Vielen ist normales Wasser (egal ob aus der Leitung oder aus der Flasche) zu langweilig. Peppen Sie Ihr Wasser doch mal auf. Der Vielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt. Im Fachjargon nennt man dies »Infused Water« oder auch umgangssprachlich »Sexy Water«.


Was genau ist aber nun dieses »Infused Water/Wasser«?
Das englische Wort »infused« bedeutet »aufgesogen« – und nichts Anderes passiert beim »Infused Water«. Die verschiedenen Zutaten, die dem Wasser zugefügt werden, geben an das Wasser die wertvollen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien ab. Die lästige Pflicht Wasser zu trinken wird dadurch kinderleicht. Der Verzehr des selbstzubereiteten, gesunden und stylischen Getränks wird zum Genuss.


Welche Zutaten kann ich nehmen?
Grundsätzlich kann man fast alle Obst- und Gemüsesorten verwenden. Hier ist eine kleine Zusammenstellung der am häufigsten verwendeten Zutaten:

  • Zitronen/Orange/Limetten
  • Ingwer
  • Minze
  • Basilikum
  • Gurke
  • Erdbeeren/Himbeeren/Blaubeeren/Brombeeren
  • Pfirsiche
  • Ananas
  • Wassermelone/Honigmelone
  • Äpfel
  • Zimt
  • Rosmarin
  • Grapefruit
  • Kokoswasser
  • und Vieles mehr…


Bei der Herstellung sollte darauf geachtet werden, dass das Obst und Gemüse ordentlich gewaschen ist. Am besten sollten Sie Bio-Zutaten verwenden. Damit vermeiden Sie die Aufnahme von Pestiziden und Fungiziden, die sich auf gespritztem Obst und Gemüse befinden können. Zitrusfrüchte sollten ohne Schale in das Wasser gegeben werden, um Bitterstoffe, die den Geschmack beeinflussen würden, zu vermeiden.

Der Geschmack ist neben der Einwirkzeit auch von der Zusammenstellung der einzelnen Zutaten abhängig. Hier können Sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Bewährt haben sich allerdings eine Mischung von maximal 3 – 4 Zutaten, um die einzelnen Komponenten noch herausschmecken zu können.


Noch ein kleiner Tipp: zerkleinern Sie das Obst und Gemüse. Bieten Sie dem Wasser möglichst große Oberflächen an, um Geschmack aufzunehmen. Falls Ihre Kreation nicht süß genug ist, lässt sich durch die Hinzugabe von Honig oder Agavendicksaft das Wasser noch versüßen. Aber Achtung: Dadurch erhöht sich auch automatisch die Kalorienbilanz des Wassers.


Hier einige Vorschläge und dessen vermeintlichen Wirkungen:

  • Für mehr Energie können Zitrone, Gurke, Beeren und Orange sorgen
  • Stressabbauend wirken Erdbeeren, Gurke, Limette und Minze in Ihrem Wasser
  • Bauchfett kann mit der Kombination aus Gurke, Erdbeeren und Basilikum entgegengewirkt
    werden
  • Schlank und fit werden Sie mit der Kombination aus Zitrone und Kokosnusswasser
  • Fett lässt sich einfach „wegspülen“, wenn Sie Gurke, Grapefruit, Mandarine und Pfeffer-
    minzblätter in Ihr Wasser hinzugeben!


Do-it-yourself Sportgetränk:

  • 750 ml Leitungswasser
  • 250 ml direktgepresster Fruchtsaft
  • 1 g Kochsalz


Wichtige Tipps im Überblick:

  • Leitungswasser genügt aufgrund der Kochsalzarmut nicht den Anforderungen als
    Sportgetränk
  • Kohlensäure meiden – bläht unnötig den Magen auf
  • Keine alkoholischen Getränke
  • Wenig bis kein Koffein
  • Pro Stunde Belastung etwa 1 Liter Flüssigkeit
  • Viele kleine Schlucke statt eines Großen


Fazit:
Ob und wie viele Mineralien, Vitamine und Antioxidantien ins Wasser abgegeben werden, ist wissenschaftlich noch nicht belegt worden. Dennoch bringt das »Infused Water« einen großen Vorteil mit sich. Es hilft vielen Menschen ihren Flüssigkeitshaushalt zu decken - und darauf kommt es am Ende des Tages doch an: eine ausgeglichene Flüssigkeitsbilanz zu haben, damit alle Körperfunktionen reibungslos funktionieren. Auch Kindern macht das Trinken von Wasser in dieser Variation ‚Spaß. Probieren Sie es aus. Das Selbstherstellen des eigenen Wassers mit Geschmack, eröffnet viele Möglichkeiten die eigene Kreativität auszuleben. Außerdem bietet es eine gute Abwechslung, da die Frucht-Gemüse-Kombinationen unendlich sind. 

Wussten Sie schon, dass Sie Gesundheitsförderung auch in einem Kompaktkurs durchführen können? Deutschlandweit gibt es viele Möglichkeiten an einem verlängerten Wochenende oder in einer ganzen Woche verschiedene Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu buchen. Weitere Informationen finden Sie unter:

www.atlasbkkahlmann.de/gesundheitsfoederung

Haben Sie Fragen zu Gesundheitsthemen? Sprechen Sie gerne Ihren Ansprechpartner der atlas BKK ahlmann, Herrn Dominik Busch, in Büdelsdorf an.
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 04331 3500-69)

Den ganzen Beitrag als PDF findet ihr hier:
Grune-Ecke_aBKKa_JuniJuli2020_LebenselixierWasser.pdf

 


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