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Und ein Tag am Meer…

Die hochsommerlichen Tage werden weniger und die Ferien sind nun leider fast überall vorbei. Nichtsdestotrotz gibt es bei warmen Temperaturen nichts schöneres, als die Zeit im Freibad, im Pool, am See oder an Nordoder Ostsee zu verbringen. Der Sprung ins kühle Nass bringt die erforderliche Abkühlung. In diesem Jahr ist durch die Coronavirus-Pandemie vieles anders. Die meisten Bundesbürger bleiben in den deutschen Gefilden und verbringen ihren Urlaub hierzulande. Leider hatte der Sommer auch eine Schattenseite. In Deutschland alleine haben wir rund 200 Badetote zu beklagen. Das ist ein trauriger Rekord. Damit das Badevergnügen keine unschönen Überraschungen mit sich bringt, haben wir Ihnen ein paar Tipps und Verhaltensregeln für den Tag am Wasser zusammengestellt.


Schwimmen – der perfekte Sport für Ihr Herz-Kreislauf-System
Dass mehr Bewegung gut für unsere Gesundheit ist, weiß jedes Kind. Die größte Herausforderung im Alltag ist oft die Handlung. Es muss aber nicht immer der Gang ins Fitnessstudio sein oder die Hausrunde beim Joggen. Schwimmen ist ein sehr gutes Cardiotraining und lässt sich fast in jedem Ort ohne großen Aufwand umsetzen. Wie bei fast allem im Leben, ist eine gute Planung die halbe Miete. Packen Sie schon am Vorabend Ihre Schwimmtasche. Fahren Sie direkt nach der Arbeit ins Freibad oder zum See. So kommen Sie gar nicht erst in die Bredouille durch Störfaktoren vom Schwimmen abgehalten zu werden.


Das benötigte Equipment ist auch eher minimalistisch. Eine Badehose oder ein Badeanzug, ein Handtuch, Badelatschen / Flip-Flops, Duschgel und eventuell eine Schwimmbrille. Mehr benötigt man grundsätzlich nicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie in Begleitung Ihre Bahnen »ziehen« können und dabei einen sozialen Austausch haben können. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Das Treffen mit dem besten Freund oder Freundin können Sie doch auch mal zur Abwechslung ins Schwimmbad verlegen.

Schwimmen ist im Vergleich zu vielen anderen Ausdauersportarten sehr gelenkschonend. Darüber hinaus gibt das Wasser dem Körper einen natürlichen Auftrieb, so dass auch das ein oder andere Kilo zu viel auf den Rippen nicht ins Gewicht fällt. Man spürt im Wasser nur circa ein Zehntel des eigenen Körpergewichtes. Es ist rückenschonend und kann somit auch prima Rückenschmerzen vorbeugen.

Schwimmen ist ein Ganzkörpertraining. Neben den Armen und Beinen trainieren Sie auch den kompletten Rumpf, die Beweglichkeit und auch die Koordination. Schwimmen stärkt die Herzgesundheit und bringt den Kreislauf in Schwung. Es verbessert die Durchblutung im gesamten Körper, trainiert nebenbei noch die Lunge und stärkt insgesamt das Immunsystem.


Im Hochsommer passieren leider immer wieder tödliche Badeunfälle. Damit Sie sich schützen können, gibtes ein paar wichtige Verhaltensregeln, an denen Sie sich orientieren sollten. Dann steht dem Badevergnügen nichts im Wege.

Diese Utensilien sollten mindestens, bei einem Ausflug ins Freibad oder an den See, mit in die Tasche gepackt werden:

  • Badebekleidung
  • Handtuch
  • Picknickdecke/Strandmatte
  • Wasserflasche
  • Proviant
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut/Mütze
  • Sonnenschirm/Strandmuschel (gerade bei Kindern)
  • Buch/Zeitschrift
  • Mückenspray
  • Warme Oberteile für den Rückweg

Bei Ankunft heißt es dann schnell raus aus den Klamotten und rein ins kühle Nass. Vergessen Sie aber nicht Ihren Autoschlüssel oder das Handy aus der Badeshorts zu nehmen. Das kann den Heimweg unnötig verkomplizieren.

Sie sollten sich generell langsam an das Wasser herantasten. Es kann zu einem akuten Kreislaufversagen kommen, wenn Sie ins kalte Wasser springen. Dadurch passieren häufig sogenannte Badeunfälle. Generell sollten Sie nur ins Wasser springen, wenn Sie das Gewässer kennen, eine freie Sicht auf den Grund haben oder es ausgewiesene Sprungtürme sind. Unter der Wasseroberfläche in Flüssen und Seen könnten Steine, spitze Stöckerund Äste oder andere Gegenstände lauern. Beim Schwimmen im Freiwasser sollten Sie ohnehin auf besondere Strömungen und Gegebenheiten achten. Gibt es Bootsverkehr? Wie ist derzeit die Brandung?

Immer wieder kommt es zu Badeunfällen, nicht selten mit tödlichem Ausgang. Viele dieser Unfälle können durch ein besseres Verhalten und Selbstverantwortung vermieden werden. Der Hauptgrund liegt oftmals an der fehlenden Schwimmpraxis, aber auch Leichtsinn und Übermut. Nicht selten ereignen sich Badeunfälle nach dem Alkoholgenuss auf Partys an Ufern von Gewässern. Betrunkene können ihre Grenzen nicht mehr richtig einschätzen, schwimmen zu weit hinaus, ermüden und sind somit nicht mehr in der Lage an Land zu schwimmen.

Viele in Not geratene Schwimmer gehen lautlos unter. Entgegen der Annahme, Ertrinkende schreien, winken und fuchteln wild mit den Armen umher, passiert genau das Gegenteil. Ertrinken sieht nicht nach Ertrinken aus! Kein panisches Gestrampel, keine Schreie.

Das Ertrinken ist fast immer ein ruhiger und wortloser Vorgang. Der Tod durch Ertrinken ist dabei der zweithäufigste Unfalltod (nach Verkehrsunfällen) bei Kindern bis zu einem Alter von 15 Jahren. Das schlimmste daran: Die meisten Kinder ertrinken in einer Entfernung von unter 20 Metern zu deren Eltern. Die meisten Erwachsenen können die Notsituation oftmals nicht richtig deuten.

Folgende Hinweise können auf eine Notsituation hindeuten:

  1. Bei völliger Erschöpfung stellt der Körper auf die Ur-Instinkte um. Das Atmungssystem ist nur
    noch auf das Atmen ausgelegt. Schreien und Rufen wird der Überlebungsform »geopfert«.
  2. Aufgrund der fehlenden Kraftreserven kann der Kopf nur noch selten über Wasser gehalten werden.
    Der Zeitraum ist viel zu kurz, um ausatmen, einatmen und rufen zu können.
  3. Ein Herbeiwinken ist nicht möglich. Instinktiv werden die Arme seitlich vom Körper gehalten um von
    oben auf die Wasseroberfläche zu drücken. Der Körper versucht nicht unterzugehen, um weiter atmen
    zu können.
  4. In dieser lebensbedrohlichen Situation ist es aus physiologischer Sicht nicht möglich, eine bewusste
    und gesteuerte Bewegung zu machen, geschweige denn zu winken.
  5. Das Zeitfenster, in dem sich diese in Not geratene Person befindet, ist mit 20 bis 60 Sekunden enorm
    kurz, bevor diese Person von der Wasseroberfläche verschwindet und untergeht.

 

Eine Person, die durch Winken und Schreien auf sich aufmerksam machen kann, befindet sich aber trotzdem in einer akuten Notsituation. Ausgelöst zum Beispiel durch einen Krampf, kann diese Person schnell in einer lebensbedrohlichen Situation geraten. Meistens können diese Personen sich selbst noch an der Rettungsaktion beteiligen.

Weitere Anzeichen fürs Ertrinken:

  • Kopf befindet sich tief im Wasser mit dem Mund auf Höhe der Wasseroberfläche.
  • Kopf ist nach hinten geneigt und der Mund geöffnet.
  • Augen sind glasig und leer und können nicht fokussieren.
  • Augen sind geschlossen.
  • Haare hängen vor der Stirn oder den Augen.
  • Beine werden nicht benutzt – vertikal.
  • Beschleunigte Atmung oder Schnappen nach Luft.
  •  Person versucht, in eine bestimmte Richtung zu schwimmen, kommt aber nicht voran.
  •  Person versucht sich auf den Rücken zu drehen.

Ein ganz einfacher Trick, um zu erkennen ob jemand in »Seenot« geraten ist Fragen!
»Geht’s dir/Ihnen gut»? Wenn ein »Ja« kommt ist alles prima. Wenn aber nichts kommt und die Person mit glasigen Augen dahintreibt, haben Sie nur noch wenige Sekunden, bis die Person untergeht.

Ein weiteres Phänomen ist das »Zweite Ertrinken«.
Wenn ein Badeunfall vermeintlich glimpflich ausgegangen ist, kann es trotzdem noch später zu Komplikationen kommen. Gerade Kinder, die kurzzeitig mit dem Kopf unter Wasser waren und Wasser eingeatmet haben, können später noch Probleme bekommen die lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Beim Badeunfall ist Wasser in die Lunge gekommen und schädigt die Lungenbläschen. Es bildet sich ein Lungenödem. In den nächsten Stunden bildet sich aus dem Blut der Kapillargefäße, Flüssigkeit in der Lunge. Dieser Vorgang braucht Zeit - meist 12 bis 24 Stunden. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Atemnot oder zu einem Atemstillstand. Wenn Sie also merken, Ihrem Kind geht es nach dem Badevergnügen plötzlich schlechter, es bekommt schlecht Luft und wird apathisch, dann rufen Sie sofort die 112.

Das sekundäre Ertrinken dürfen Sie aber nicht mit dem trockenen Ertrinken verwechseln. Dies wird derzeit in den sozialen Netzwerken oft vermischt. Beim trockenen Ertrinken kann ein minimaler »Verschlucker« schwerwiegende Probleme verursachen. Das eingeatmete Wasser verursacht einen Stimmritzenkrampf (Verkrampfung der Stimmbänder). Das Kind bekommt akut keine Luft. Dies ist nicht zu übersehen. Hier sollten Sie einen Notarzt rufen und versuchen Ihr Kind zu beruhigen, damit sich der Krampf löst.
Beide Notfälle sind aber sehr selten.

Kleinkinder sind besonders gefährdet, da ihr Körperschwerpunkt anders ist. Kinder fallen meist mit dem Gesicht nach vorne ins Wasser und können sich aufgrund ihrer motorischen Entwicklung noch nicht selbst aus dieser Lage befreien. Besondere Gefahrenquellen sind Planschbecken, Gartenteiche, Regentonnen und Wassereimer. Kleinkinder werden magisch vom Wasser angezogen. Lassen Sie Ihre Kinder in Wassernähe nie unbeaufsichtigt. Selbst in der Badewanne ertrinken Kleinkinder oft.

Sonnenschutz nicht vergessen!
Auch wenn wir uns nun Richtung Spätsommer bewegen, hat die Sonnen noch immer immens Kraft. Der richtige Sonnenschutz ist immer noch besonders wichtig. Damit Sie und Ihre Familie den Tag am Wasser ohne Reue genießen können, sollten Sie einen Sonnenbrand und eine übermäßige Belastung der Haut durch UV-Strahlung vermeiden. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko für Hautkrebs und vorzeitige Hautalterungen. Tragen Sie bei Aufenthalten im Freien immer Sonnencreme auf alle unbedeckten Hautpartien auf. Verwenden Sie einen hohen Lichtschutzfaktor (LSF). Für empfindliche Hauttypen, die leicht einen Sonnenbrand bekommen, ist mindestens LSF 30 empfehlenswert. Sie können auch so genannte UV-Kleidung tragen. Die dicht gewebten Stoffe lassen weniger schädliche UV-Strahlung an die Haut. Eine gute Sonnenbrille schützt Ihre Augen und ein Hut oder eine Mütze Ihre Kopfhaut.

Empfindliche Kinderhaut muss besonders geschützt werden. Gerade die Haut von Babys und Kleinkinder hat noch keinen Eigenschutz gegen die UV-Strahlung entwickelt. In ihrem ersten Lebensjahr sollten Babys grundsätzlich nicht direkt der prallen Sonne ausgesetzt werden. Sorgen Sie für einen Schattenplatz unter Bäumen oder einem Sonnenschirm. Kleinkinder sollten durch entsprechende langärmelige UV-Shirts, einem Sonnenhut mit Schirm und Nackenschutz und eine lange Hose geschützt werden. Bei Kindern empfiehlt es sich einen LSF von 50 zu nehmen. Regelmäßiges Nachcremen sollten Sie auch vornehmen. Durch Spielen im Sand und Wasser reibt sich die Creme ab.

Wir wünschen Ihnen einen herrlichen Spätsommer. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf und bleiben Sie gesund.

Wussten Sie schon, dass die atlas BKK ahlmann die Hautkrebsvorsorge bezahlt? Verblüffend besser: Die atlas BKK ahlmann findet, dass die Untersuchung für alle wichtig ist und übernimmt die Kosten jährlich ab der Geburt! Die gesetzliche Regelung hingegen, nach der immer noch viele Krankenkassen verfahren, sieht eine Erstattung erst ab dem 35. Lebensjahr und nur jedes zweite Jahr vor.

Haben Sie Fragen zu Gesundheitsthemen? Sprechen Sie gerne Ihren Ansprechpartner der atlas BKK ahlmann, Herrn Dominik Busch, in Büdelsdorf an.
(Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 04331 3500-69)

Den ganzen Beitrag als PDF findet ihr hier:
Grüne_Ecke_aBKKa_AUG2020_Tag-am-Meer.pdf


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